WIR SIND FÜR SIE DA.

Auch für historische Bauwerke

Denkmäler sind wie ein dreidimensionales Fotoalbum im Freien. Sie erinnern uns an vergangene Zeiten, an die Gesellschaft und Lebensumstände, welche heute meist nicht mehr existieren. Jedes Denkmal ist einzigartig und mit dem Ort, wo es steht, eng verbunden.

Bauen im einem ISOS-Gebiet, in einer Ortsbildschutzzone oder an einem unter Schutz gestellten Objekt, erfordert eine besondere Auseinandersetzung mit dem Bestand. Mit einer sorgfältigen Analyse des Ortes und des Bauwerks erkennen wir allfällige baukulturelle Werte. Diese Erkenntnisse helfen uns die Geschichte und die Identität des Bauortes zu verstehen und eine Grundlage für eine qualitätsvolle Siedlungsentwicklung zu schaffen. Denn die künftige Entwicklung unserer gebauten Umwelt beginnt mit dem Verstehen des Bestandes.

Auf dieser Basis haben wir schon viele Objekte erfolgreich umgesetzt und wissen, dass Ortsbild, ISOS und Denkmalschutz keine Einschränkung für Sie bedeuten. Im Gegenteil: mit dem nötigen Hintergrundwissen können wir sowohl sorgfältige Restaurierungen des Bestandes wie auch moderne Veränderungen am Baudenkmal gegenüber Behörden begründen und umsetzen.

Wissenswertes

1Was ist ein Denkmal?
Ein Denkmal ist ein Bauwerk aus einer vergangenen Epoche. Es ist ein Zeuge, wie früher gelebt, gebaut und gearbeitet wurde, unabhängig davon, ob die Erbauer arm oder reich, bedeutend oder unbedeutend waren. Ein Denkmal erinnert uns an historische Ereignisse, künstlerische Leistungen, soziale oder technische Errungenschaften. Nicht jedes alte Gebäude ist automatisch ein Denkmal.
2Was versteht man unter Denkmalpflege?
Unter Denkmalpflege werden alle Vorgänge verstanden, welche mit der Auswahl von Schutzobjekten, der Festlegung des Schutzumfanges und der Beurteilung resp. Förderung baulicher Massnahmen zusammenhängen. Mit Denkmalpflege wird auch eine kantonale oder städtische Fachstelle bezeichnet.
3Was ist Denkmalschutz?
Werden für Denkmäler rechtlich verbindliche Massnahmen zur Erhaltung festgelegt, so spricht man von Denkmalschutz.
4Wann spricht man von Heimatschutz?
Der Begriff Heimatschutz ist ein Oberbegriff und findet in verschiedenen Gesetzesnormen Verwendung. Unter Heimatschutz wird in der Schweiz Pflege und Erhaltung des Landschafts- und Ortsbilds sowie archäologischer Stätten und Kulturdenkmäler verstanden. Mit Heimatschutz wird umgangssprachlich auch der private Verein Schweizer Heimatschutz und seine Sektionen bezeichnet.
5Was sind Massnahmen beim Ortsbildschutz?
Ortsbildschutz bezeichnet Massnahmen, welche die Erhaltung und Aufwertung eines Ortsbildes bezwecken. Ortsbildschutz umfasst nicht nur Gebäude, sondern auch deren Umgebung, Freiräume oder Sichtachsen. Nicht alle Gebäude in einem geschützten Ortsbild müssen Denkmäler sein.
6Das grosse Spektrum von Denkmälern
Das Spektrum der Denkmäler ist so breit, wie die Kreativität und die Lebensumstände der Menschen, welche die Bauten errichtet haben. So finden sich Bauten vom einfachen Waschhaus zum riesigen Areal einer Schuhfabrik, vom Bildstock zur Klosteranlage, von der terrassierten Landschaft zur Autobahnraststätte, von der Burgruine bis zum Bunker aus dem Kalten Krieg, vom bescheidenen Wohnhaus zur Schlossanlage oder vom Richtplatz bis zum Rathaus.
7Die Aussagekraft eines Baumwerks
Wichtiger als das Alter eines Bauwerks ist seine Aussagekraft. So kann ein Gebäude, das eine neue Bauweise oder einen neuen Architekturstil begründet hat, bereits nach wenigen Jahrzehnten zum Denkmal werden. Umgekehrt stehen längst nicht alle Bauernhäuser unter Schutz, auch wenn viele von ihnen weit über 200 Jahre alt sind. In der Regel braucht es eine zeitliche Distanz von rund einer Generation (30 Jahre), um den Denkmalwert eines Bauwerks benennen zu können.
8Wissen Sie, was ISOS genau ist?

Das Bundesinventar der schützenswerten Ortsbilder der Schweiz von nationaler Bedeutung (ISOS) ist ein Grundlageninstrument, das den Behörden der Denkmalpflege und des Bau- und Planungswesens hilft, baukulturelle Werte zu erkennen und langfristig zu sichern.

Das ISOS erfasst nicht Einzelbauten, sondern Siedlungen in ihrer Gesamtheit. Es führt die wertvollsten, landesweit bedeutenden Ortsbilder auf und dokumentiert sie. Das ISOS präsentiert eine umfassende Analyse des Baubestandes von verschiedensten Siedlungstypen und berücksichtigt Strassen, Plätze, Gärten und andere Grünflächen sowie die Verbindung des Gebauten zu seiner Umgebung.

Das ISOS ist das weltweit einzige Ortsbildinventar, das die gesamte Fläche eines Staates abdeckt. Es ergänzt die Schutz- und Bauinventare auf kantonaler und kommunaler Ebene und trägt wesentlich zur Erhaltung der schweizerischen Baukultur bei. Es ermöglicht, Geschichte und Identität der Ortsbilder zu verstehen, und ist somit eine bedeutende Grundlage zur qualitätsvollen Siedlungsentwicklung. Denn die künftige Entwicklung unserer gebauten Umwelt beginnt mit dem Verstehen des Bestands.

Das ISOS hält fest, was Schutz verdient. Es ist jedoch weder eine absolute Schutzmassnahme noch eine Planung. Das ISOS dient als Entscheidungsgrundlage. Der Bund wendet es bei der Erfüllung seiner Aufgaben systematisch an. Kantone und Gemeinden berücksichtigen das Inventar bei der Erarbeitung ihrer entsprechenden Planungen.